Vom
3. bis 17. Lebenstag führen wir mit allen unseren Welpen ein Desensibilisierungsprogramm
durch. Jede einzelne Übung dauert maximal 5 Sekunden und wird einmal
täglich durchgeführt.
Mit der Desensibilisierung erreicht man, daß die Puppies im späteren
Leben Frustration in Bezug auf Kälte, Berührungen, Festhalten
und Hochheben ertragen können. Außerdem testen wir nebenbei
den Trieb und das Explorationsverhalten.
Das Programm
umfasst folgendes:
- auf den Rücken drehen und halten
- kopfüber heben und auf das selbständige Kopfheben warten
- Manipulation der hinteren Pfötchen mit einem Wattestäbchen
- Ablage auf einem nassen, kalten Handtuch
- Überprüfung der Schmerz- und Berührungsempfindlichkeit
durch leichtes Kneifen
- Überprüfung des Liegeverhaltens
- Überprüfung des Saugreflexes am Dummy (in diesem Fall ein
menschlicher Finger)
Im folgenden
Video können Sie sich den Test von drei Welpen stellvertretend für
alle Puppies anschauen.
Mehr
über die Welpen bei uns
Unsere
Welpen können ab einem Alter von 8 Wochen in ihr neues Zuhause umziehen.
Sie sind dann mehrfach entwurmt, geimpft, gechipt und haben eine Ahnentafel
(auch Pedigree, Stammbaum oder Papiere genannt).
An
unsere Welpen haben wir einen sehr hohen Anspruch, weil wir den einen
oder anderen zum Behindertenbegleithund, Therapiehund, Diabetikerwarnhund
oder Signalhund ausbilden, wenn er sich dafür eignet. Dementsprechend
kommen somit natürlich alle unsere Welpis in den Genuß, unsere
Schule zu durchlaufen.
Außerdem liegt uns sehr viel daran, unseren Zwergen einen guten
Start ins Leben ermöglichen. Deshalb haben die Kleinen bereits vor
dem Umzug in ihr neues Zuhause ein großes Sozialisierungs- und Desenisbilisierungsprogramm
absolviert, welches ich (weiter unten) kurz umrissen erkläre.
Allgemein
beschränkt sich das Leben der Welpen zunächst auf das Lernen
des Familien-Alltags im Haushalt mit all seinen Gerüchen, Eindrücken
und Geräuschen.
Dann (und das ist mir überaus wichtig!) lernen die Welpen bereits
bei uns, daß nicht nur die Mutter, sondern auch der Mensch Einfluss
auf ihr Verhalten nimmt. Sie bleiben also nicht sich selbst überlassen,
sondern haben sehr intensiv mit Menschen zu tun und lernen deren Regeln,
Grenzen und Einschränkungen. Natürlich gibt es genauso viel
Zuwendung, kontrolliertes, sinnvolles Spiel und sehr viel Körperkontakt,
damit sie nicht ängstlich sind oder kleine "Wildlinge"
werden.
Im
Laufe der Entwicklung besuchen wir mit den Welpen Kinder im Kindergarten,
Menschen im Altenheim und wir fahren auch ins Einkaufszentrum. Dort sind
die Kleinen ein Publikums-Magnet. Sie werden häufig ungefragt von
Fremden berührt und gestreichelt und sie lernen dabei, daß
es nichts Bedrohliches ist.
Dies hat den Vorteil, daß sich der Hund später von jedem Fremden
anfassen lässt. Allerdings kann man den Nachteil aus dieser Erfahrung
bereits erahnen. Dieser Hund wird keine Probleme damit haben, auch mit
einem Fremden mitzulaufen. Aber wer bindet schon seinen Hund vor dem Einkaufszentrum
an?
Auch im Auto mitzufahren, kennen die Kleinen bereits vor ihrem Umzug in
die neue Familie.
Außerdem
ermöglichen wir den Welpen das Kennenlernen von Haustieren, wie Kaninchen,
Ziervögeln, Pferden und Katzen und daß man in deren Gegenwart
ruhig und ansprechbar bleiben muß.
Sitz, Platz, Bleib und Komm kennen die Kleinen selbstverständlich
auch. Wenn es die Zeit erlaubt, auch das Gehen an der Leine ohne zu zerren.
Zusätzlich üben wir das kurzzeitige ruhige, geduldige Warten,
wenn man z. B. auf Toilette geht, den Müll heraus bringt usw.
Die Stubenreinheit ist bis dahin soweit geübt worden, daß die
Kleinen nachts gewöhnlich von ca. 23 Uhr bis ca. 6 Uhr morgens "wasserdicht"
sind. Im Laufe des Tages klappt es gelegentlich noch nicht ganz so gut,
weil die Ablenkung am Tage größer ist, aber auch das wird für
die neue Familie nicht besonders schwierig werden, wenn unsere Tipps hierzu
beherzigt werden.
Wir
sind für die Familien unserer Hundekinder so lange mit Rat und Tat
da, wie es den Hund gibt und gern auch darüber hinaus. Auch die Urlaubsbetreuung
übernehmen wir gern für unseren Nachwuchs.
Unser
Sozialisierungs- und Desensibilisierungsprogramm
Die
Welpen lernen bei uns die Umwelteinflüsse nicht erst, wenn sie bereits
die Augen und Ohren geöffnet haben, sondern sofort, wenn sie auf
der Welt sind.
Sie werden hochgehoben, getragen, gewogen, genau angeschaut, fotografiert.
Sie dürfen die Menschen beschnüffeln, werden gestreichelt und
schlafen auch gern mal auf dem Schoß des Menschen, wenn Mama nicht
deshalb eine Krise bekommt.
Am zweiten, fünften und siebten Lebenstag der Welpen wird ein Biotonustest
durchgeführt, der Auskunft über das Reflexverhalten, die Bewegung,
die Geräuschproduktion, die Schmerzempfindlichkeit und den Saugreflex
gibt. Dies liefert genauere Informationen über die unterschiedlichen
Charaktere der Welpen, als das reine Beobachten und wir wissen, wie wir
ihre Stärken unterstützen und ihre Schwächen mildern können.
Vom 3. bis zum 17. Lebenstag führen wir eine Desensibilisierung durch,
die für die Welpen nützlich ist, um im Leben gut mit frustrierenden
Situationen zurecht zu kommen. Welpen, die diese Desensibilisierung erleben,
zeichnen sich später durch Gelassenheit und innere Ruhe aus.
In
der 7. Lebenswoche führen wir einen abschließenden Test durch.
Dieser Test gibt exakte Auskunft über die soziale Orientierung, das
Assoziierungsvermögen, den Selbstschutzinstinkt, den Schreckreflex,
die Schmerzempfindlichkeit und das Explorationsverhalten jedes einzelnen
Welpen. Außerdem können wir feststellen, ob ein Welpe extrovertiert
oder introvertiert ist, ob er gern den "Anführer" spielt
oder sich lieber führen lassen will, ob er hoch im Trieb steht, sich
autonom oder eher anhänglich verhält, ob er fordernd oder schüchtern
ist usw.
Alle diese Erkenntnisse bedeuten nicht, daß es sich um unabänderliche
Charakterzüge des jeweiligen Individuums handelt. Es gibt vielmehr
hilfreiche Hinweise darauf, zu welchen Familien welcher Hund paßt
und wie man mit ihm am besten umgehen kann.
Wenn
Sie Fragen rund um dieses Thema (oder zum Thema Hund allgemein) haben,
können Sie gern jederzeit bei uns anrufen. 0173-4722059. Auf dem
Festnetz sind wir oft erst ab 20:30 Uhr zu erreichen. 0381-691352. ...nur
nicht aufgeben.
Gern können Sie
uns besuchen und unsere Hunde kennenlernen.
Es bietet
sich dabei natürlich an, gleich einen kleinen Wochenendausflug an
die Ostsee zu unternehmen und wir freuen uns immer, Sie bei uns begrüßen
zu dürfen.
Vielleicht
haben Sie schon bemerkt, daß wir eine Hundeschule betreiben.
Die meisten Hundehalter haben nur am Wochenende Zeit für das Training.
So findet das Training jeden Samstag und jeden Sonntag in der Zeit von
10:00 bis 16:00 Uhr statt. Während dieser Zeit ist auch das Telefonieren
meistens nicht möglich.
Um vom Trainingsgelände
nach Hause zu kommen, dauert es einen Moment und so können wir Sie
samstags und sonntags erst ab ca. 16:15 – 16:30 Uhr bei uns empfangen.
Wir bitten
um Ihr Verständnis.