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Charakter des Magyar Vizsla


Die Aufzucht, Ausbildung und Führung des Magyar Vizsla


Der Magyar Vizsla wurde in Ungarn als Jagd- und Gebrauchshund gezüchtet. In der heutigen Zeit trifft man ihn aber hauptsächlich als Familienhund an, mit dem man wegen seiner hervorragenden Charaktereigenschaften zum Ziel aller Träume kommt.

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Intelligenz und Lernfähigkeit

Der Magyar Vizsla hat eine sehr ausgeprägte, schnelle Auffassungsgabe. Wie bei allen Hunden sollte die Erziehung möglichst früh im Spiel beginnen. Härte ist unnötig und ohnehin fehl am Platz. Konsequenz hingegen ist das A und O bei der Erziehung. Vizslas sind häufig wie hyperintelligente Kinder, die schon hin und wieder Unsinn ausbrüten, wenn man ihnen kein Entertaining bietet. Es genügt aber, ein kurzes Futter-such- oder Apport-Spiel einzulegen, um seine Motivation zu lenken.

Schon die Welpen sind neugierig und untersuchen alles, was interessiert erscheint. Wenn sie in neuen Situationen Zurückhaltung zeigen, sollte man ihnen ausreichend Zeit geben, sich zurecht zu finden. Dies ist die beste Möglichkeit, jeder Zurückhaltung oder Ängstlichkeit vorzubeugen. Der Magyar Vizsla sollte in der Sozialisierungsphase (bis zur 14. Lebenswoche) möglichst alle Alltagssituationen aufnehmen können, wie städtischen Verkehr, Menschenansammlungen, Autofahren, Nahverkehrsmittel u.ä. Somit wird seine sehr gute Kombinationsfähigkeit ausgenutzt und gefördert.

Der Magyar Vizsla ist nicht nachtragend. Er besitzt jedoch ein sehr gutes Erinnerungsverrnögen und kann sich außergewöhnliche gute wie schlechte Erfahrungen teilweise lebenslänglich merken. Die Ausbildung ist ohne jeden Druck erfolgreich. Vizslas merken sich besonders gut, wenn sie nach Abschluß einer Arbeitslektion ausgiebig gelobt werden oder eine spielerische Pause als Bestätigung folgt.

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Schärfe

Der Magyar Vizsla verfügt über WiIdschärfe und auch eine gewisse Schärfe im Rahmen seiner Beschützereigenschaft. Für den Personenschutz ist der Vizsla allerdings ungeeignet. Seine Schärfe im jagdlichen Gebrauch oder als Beschützer für Haus und Hof ist aber zufriedenstellend. Bei verdächtigen Geräuschen schlägt er an, grundsätzlich ist er aber kein Kläffer. Auch der Magyar Vizsla lernt durch Lob und durch Strafe. Hierbei ist allerdings Vorsicht am Platz. Seine ausgeprägte Lernfähigkeit ermöglicht es, durch Konsequenz und die richtige Form von Tadel, schnell Erfolge zu erzielen. Der Magyar Vizsla ist ausgesprochen kontaktfreudig und lernbereit. Daß er nicht geschlagen werden sollte, steht außer Frage!


Der Magyar Vizsla verfügt über ein sehr gutes Gehör. Es ist deshalb möglich, ihn fast geräuschlos durch Mimik und Gestik zu führen. Man kann durchaus im Flüsterton mit ihm sprechen, um eine entsprechende Reaktion zu erzielen. Bei Berücksichtigung der geschilderten Charaktereigenschaften ist es relativ einfach, einen Magyar Vizsla mit Erfolg und Freude zu führen.

Sensibilität

Der Magyar Vizsla ist ausgesprochen sensibel. Bei großem Streß stehen die meisten Vizslas unter Hochspannung. Viele Vertreter reagieren später mit Durchfall auf große Aufregung. Behandlung durch groben Zwang verkraftet er schlecht und zeigt dies durch Zurückhaltung und ängstliches Verhalten. Er sollte nicht mit Härte, sondern durch postivie Bestätigung, deutliche Anleitung, Konsequenz und Verständnis ausgebildet werden.

Temperament

Zu seinem ausgesprochen liebenswürdigem Charakter besitzt der Magyar Vizsla ein lebhaftes Temperament. Er ist fröhlich, sehr anhänglich und überaus menschenbezogen. Bei der Begrüßung zeigt er ein großes körperliches Kontaktbedürfnis, das manchmal fast etwas aufdringlich wirkt. Seinem großen Bewegungsfbedürfnis, verbunden mit großer Ausdauer, sollte man unbedingt Sorge tragen. Der Magyar Vizsla ist sehr intelligent, neugierig und lernwillig. Er wünscht sich, überall dabei sein zu dürfen.

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Sein Verhalten in der Familie

Der Magyar Vizsla ist gehorsam und bei entsprechender Führung und Zuwendung schließt er sich seinem Führer bedingungslos an. Wird er ausreichend beschäftigt, so ist er lernwillig und Ieichtführig. Die Familie wird als "Rudel" angenommen und akzeptiert. Er ist auch fremden Personen gegenüber freundlich. Fremde werden trotzdem "gemeldet", eventuelle Eindringlinge energisch gestellt. Bei den Kindern in der Familie zeigt er deutlichen Bewacher- und Besitzerinstinkt. Auch der Magyar Vizsla läßt sich nicht gern von Kindern schlagen oder drangsalieren. Deshalb sollte er nie allein gelassen werden mit Kindern unter ca. 12 Jahren. Um seine wertvollen Charaktereigenschaften zu fördern und auszuprägen, benötigt er besonders in der Prägungs- und Sozialisierungsphase intensiven Rudel- und Familienkontakt. Je intensiver der Familienanschluß ist, um so besser entwickelt der Vizsla seine positiven und liebenswerten Eigenschaften.

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